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max11

P R E S S E M I T T E I L U N G

der City Initiative Augsburg e.V. (CIA)

2011 kein Maxstraßenfest




Sehr geehrte Damen und Herren,

zu unserem größten Bedauern müssen wir Ihnen heute mitteilen, dass die City Initiative Augsburg (CIA) in Absprache mit der Stadt Augsburg in diesem Jahr kein Maxstraßenfest veranstalten wird.
Im partnerschaftlichen Vertrag mit der Stadt Augsburg veranstaltete die CIA seit 2004 die Maxstraßenfeste.

Im Kurzen:Das Maxstraßenfest ist eines der friedlichsten und erfolgreichsten kulturellen Veranstaltungen in AugsburgDas Maxstraßenfest wurde immer in guter Kooperation mit Politik, Sicherheits- und Ordnungsbehörden ohne nennenswerte Zwischenfälle durchgeführtDas Maxstraßenfest wurde immer ohne finanzielle Belastung für die Stadt aber mit immensen positiven Ausstrahlungseffekten veranstaltet

Die Historie der Maxstraßenfeste:
Die CIA veranstaltet seit 2004 die Maxstraßenfeste. Die Entwicklung und der Erfolg waren enorm. Von einem Eröffnungsfest der damaligen neuen Außenbewirtungsflächen in der Maximilianstraße mit etwa 13.000 Besuchern wuchs es bis 2010 zu einem monumentalen Stadtfest mit über 165.000 Besuchern an.

In all diesen Jahren plante, organisierte, finanzierte und veranstaltete die CIA eines der größten Straßenfeste in Bayern. Alle bisherigen Maxstraßenfeste verliefen ohne nennenswerte Zwischenfälle (wie im Übrigen alle Großveranstaltungen der CIA).

Neben den Augsburger Gastronomen, dem Handel und den Dienstleistern wurden auch alle lokalen und einige überregionale Medien, die Kirchen, die wunderschönen Innenhöfe der Maximilianstraße, die Kulturschaffenden, sowie das Freiwilligenzentrum mit eingebunden. In 2010 beteiligten sich auch die Augsburger Senioren erstmals erfolgreich beim Maxstraßenfest. Jährlich sorgten über 35 Bands und Künstler mit den verschiedensten Musik-, Theater-, Tanz- und Comedy-Darbietungen auf 10 Bühnen für eine abwechslungsreiche Unterhaltung.
Die CIA finanzierte nicht nur die Maxstraßenfeste alleine (Kosten pro Fest ca. 250.000 Euro - ohne berechnete Personalkosten und mit sehr guten Sonderrabatten bei den Handwerks-, Medien- und Dienstleistungspartnern), sondern unterstützte finanziell auch die Programme der Kirchen St. Ulrich und Afra , Freiwilligenzentrum, Fachakademie für Hauswirtschaft, Schaezlerpalais und Damenhof.

Übrigens: die Ausfallbürgschaft der Stadt Augsburg betrug für jedes Maxstraßenfest 20.000 Euro und wurde bisher von der CIA nicht in Anspruch genommen.



Wahrnehmung der Maxstraßenfeste:
Die so wichtige positive mediale Wahrnehmung von Augsburg wurde mit den Maxstraßenfesten mehr als erreicht.
Allein in den Printmedien konnte die CIA bei max10 einen zusätzlichen Mediawert mit positiver Berichterstattung von über 200.000 Euro generieren. Dazu kommen unzählige Berichte, Reportagen und Interviews der lokalen Rundfunkstationen, des Lokalfernsehens und bei überregionalen Radio- und TV-Sendern. Nicht zu vergessen ist die enorme Präsenz in den regionalen Szenemagazinen und den diversen Onlineportalen. Abschließend natürlich die vielen tausend Besucher, die durch ihre positive Mundpropaganda, für Augsburg geworben haben.



Sicherheit der Maxstraßenfeste BIS 2010
Die Sicherheit bei den Maxstraßenfesten und ein reibungsloser Ablauf standen für die CIA in all den Jahren an oberster Stelle. Die CIA hat im Vorfeld, bei der Planung, bei der Abnahme vor Ort, während der Veranstaltung und in den Nachbesprechungen mit allen sicherheitsrelevanten Einrichtungen sehr guten Kontakt gehalten, die Sicherheitsauflagen stets den jeweiligen Umständen angepasst und bei der Umsetzung sogar weit über die Auflagen hinaus gehandelt.

Die Zusammenarbeit mit Sicherheitskräften, Polizei, BePo, Ordnungsbehörde, Sanitätsdiensten, ACO, Feuerwehr, Stadtwerken Augsburg, Augsburger Verkehrsbetrieben und dem privaten Sicherheitsdienst OZ Security Service war in all diesen Jahren beispiellos gut. Gerade durch diese gute Planung und Durchführung waren die Maxstraßenfeste sicherheitstechnisch nie zu beanstanden. Durch den Einsatz des nahezu gleich gebliebenen Sicherheitsteams kam es zu keiner Zeit zu kritischen Situationen. Die Zusammenarbeit in der Max-Einsatzzentrale, auf dem Veranstaltungsgelände und im Umfeld war höchst professionell und vor allem in den letzten Jahren sogar freundschaftlich geprägt. Dafür möchte sich das CIA-Team ausdrücklich bedanken!



Sicherheit der Maxstraßenfeste NACH 2010
Nach der sehr bedauerlichen Katastrophe bei der Loveparade in Duisburg war es selbstverständlich, dass die CIA auch die Sicherheitslage der Maxstraßenfeste neu bewertet – wohlwissend, dass die Loveparade und deren eklatante Planungs- und Durchführungsfehler, bei der auch der kommerzielle Aspekt im Fokus stand, nicht mit den Maxstraßenfesten und deren Planung vergleichbar sind. Auch sind das Angebot und die Altersstruktur bei den Maxstraßenfesten nicht mit der Loveparade vergleichbar.
Die CIA hat von sich aus permanent Verbesserungen im Sicherheitskonzept vorgeschlagen. Diese wurden mit ihrem bewährten Sicherheitsunternehmen umgesetzt und erfüllt. Zu den im bisherigen Auflagenbescheiden geforderten Sicherheitskräften hat die CIA sogar bei jeder Veranstaltung zusätzliches Sicherheitspersonal eingesetzt.
Der Ordnungsbehörde war dies für 2011, wegen der zu erwartenden hohen Besucherzahlen und der nicht kalkulierbarer Menschenansammlungen, nicht ausreichend. In vielen weiteren Besprechungen mit der Ordnungsbehörde, der Polizei, den Sanitätsdiensten und der Feuerwehr wurden weitere Sicherheitsszenarien diskutiert.

Letztendlich sollte aus max11 ein offenes Stadtfest werden, das von St. Ulrich über die Maximilianstraße, Kurze Maxstraße bis einschließlich dem Rathausplatz geplant wurde.
Auf dieser Basis wurde von der CIA in Absprache mit den Sicherheitsbehörden ein neues Sicherheitskonzept entwickelt und dies in zahlreichen Gesprächsrunden mit allen Beteiligten besprochen und abgestimmt.

Die CIA als Veranstalter des Maxstraßenfestes 2011 (max11) wurde Ende Mai diesen Jahres über einem umfangreichen Auflagenkatalog informiert, der – auch nach der Katastrophe bei der Loveparade in Duisburg - alle sicherheitstechnischen Vorsorgemaßnahmen erfasst hat. Die CIA als Veranstalter kann diesen erweiterten Auflagenkatalog in der Kürze der Zeit weder organisatorisch umsetzen noch finanziell verantworten.

Trotz intensiver Bemühungen seitens der Verantwortlichen, allen voran dem Geschäftsführer der City Initiative Augsburg, Heinz Stinglwagner, dem Oberbürgermeister der Stadt Augsburg Dr. Kurt Gribl und dem stellvertretenden Ordnungsreferenten Rainer Schaal, ist eine Umsetzung der notwendigen Sicherheitsauflagen nicht mehr darstellbar. Die Finanzmittel der CIA in Höhe von ca. 250 Tsd. Euro, sowie die Ausfallbürgschaft der Stadt Augsburg von maximal 180 Tsd. Euro, würden nicht ausreichen im die Maßnahmen zur Umsetzung des für max11 nötigen Sicherheitskataloges zu finanzieren. Diese Mehrkosten würden ca. 50.000 Euro betragen.

Der permanente Einsatz eines Schienenersatzverkehrs während der Festtage,die erhebliche Aufstockung des privaten Sicherheitspersonals und des Sanitätsdienstes und
die Bereitstellung von netzunabhängigen Notbeleuchtungen und Lautsprecheranlagen über das gesamte Festgelände
…sind nur einige zusätzliche notwendige Maßnahmen um eine Großveranstaltung wie max11 zu realisieren. Die CIA ist mit den ihr anvertrauten Finanzen stets gewissenhaft umgegangen. Dies wird auch künftig so sein.

Warum veranstaltet die CIA überhaupt die Maxstraßenfeste?
Die City Initiative Augsburg e.V. ist ein eingetragener Verein und als Non-Profit-Unternehmen nicht auf Gewinnerzielung ausgerichtet. Dies bedeutet, die CIA hat keinerlei kommerzielle Gründe, um Innenstadtfeste zu veranstalten. Die von der CIA akquirierten Gelder aus Standgebühren, Sponsorenunterstützung und Medialeistungen werden direkt in die jeweilige Veranstaltung reinvestiert und kommt somit der lokalen und regionalen Wirtschaft zugute. Gemäß der CIA-Satzung dienen diese Feste und Veranstaltungen allein der Frequenzerhöhung in der Augsburger City, der Stärkung des Handels, der Dienstleister und der Gastronomie, um letztendlich – durch die umfangreiche Pressearbeit und Medienwahrnehmung der CIA – ein positives Image für die Augsburger Innenstadt zu erzeugen. Dies ist der CIA bisher hervorragend gelungen und wird auch künftig weiter gelingen.

Auch haben sich die Maxstraßenfeste in der Vergangenheit sehr gut mit zeitgleich stattfindenden Großveranstaltungen wie den Public Viewings zu Fußball EMs und WMs koppeln lassen – auch hier ohne Zwischenfälle.

Typisch Augsburg?: Nein!
Die CIA bekam breite Zustimmung für die Maxstraßenfeste. Herr Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl, sowie der stellvertretende Ordnungsreferent Rainer Schaal, haben sich vor und hinter den Kulissen sehr stark für eine Fortführung der Maxstraßenfeste eingesetzt. Ihnen gilt unser ausdrücklicher Dank.
Fast alle politischen Fraktionen haben die Bedeutung der Maxstraßenfeste für Augsburg erkannt und dies auch klar formuliert. Zudem haben sie mit der Gewährung der Ausfallbürgschaft für max11 der CIA ein finanzielles Sicherheitsnetz aufgespannt.
Unsere Partner der Gastronomie, der Medien und natürlich unsere Sponsoren unterstützten die CIA zu jeder Zeit auch bei der Finanzierung der Maxstraßenfeste.
Und schließlich sind die vielen tausend Besucher der vergangen Maxstraßenfeste ein sehr deutliches Signal, das ein Stadtfest in Augsburg wirklich gewollt ist.

Fazit: Die Maxstraßenfeste waren:erfolgreich
eine Marke
finanzierbar
generationsübergreifend
sicher
Mit max wird Augsburg eine Veranstaltung verlieren, die neben einer unglaublich positiven Akzeptanz auch eine Veranstaltung mit „Leuchtturmcharakter“ ist. Die City Initiative Augsburg legt die Hände aber nicht in den Schoß, sondern plant nichtsdestotrotz für die Zukunft ein neues Konzept eines Stadtfestes, das sicherlich wieder sehr erfolgreich sein wird.

Welche undiskutierbaren und verlässlichen Parameter für die Genehmigung von künftigen Veranstaltungen zu benennen sind, das ist eine dringliche Aufgabe der Ordnungspolitik dieser Stadt.

Schlussbemerkung:
Wenn uns aber die Vorfälle in Duisburg bei der Loveparade eines lehren, dann die Erkenntnis, dass die Sicherheit an oberster Stelle stehen muss und den Hinweisen der Sicherheitsexperten Rechnung zu tragen ist.
Dass nach Duisburg ein gewisses Angstpotential herrscht und die Bereitschaft Risiken einzugehen deutlich gesunken ist, ist deutschlandweit bei Großveranstaltungen festzustellen.
Dies gilt übrigens nicht nur für die Veranstalter, sondern auch für die Ordnungsbehörden und die Polizei.
Deshalb hat sich die CIA diesen Schritt sehr reiflich überlegt. Und auch wenn unser Entschluss unpopulär ist, sind wir der festen Überzeugung, dass hier einzig die Vernunft zählt und nicht die Emotion.

Wir danken allen Weggefährten der Maxstraßenfeste für die Unterstützung und hoffen auf die gleiche Unterstützung bei einem neuen Augsburger Stadtfest!








unendlich viele Besucher bei max